wohnen

Claire Goll in Berlin

 

Berlins Städtische Wohnungsbaugesellschaften

–  Degewo gAG
– Gesobau AG
– Gewobag Gemeinnützige Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin
– Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH
– Köwoge Köpenicker Wohnungsgesellschaft mbH ( gehört zu degewo )
– Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH        –   Wohnungsbaugesellschaft Mitte

Wohngemeinschaften

Wohngemeinschaften scheinen auf den ersten Blick eine Alternative zu sein, wenn Wohnraum günstiger werden muss oder allgemein knapp ist. Sie können auch eine Alternative sein. Aber die Wahrheit ist: es gibt keinen Garantieschein auf WG s, schon gar nicht auf WG s mit Kindern.
Was die Schwierigkeiten betreffen die reine Erwachsenen-WG s betrifft, so sind die allgemein bekannt; in WG s mit Kindern kommen sozusagen noch Multiplikatoren dazu

Es stellt sich nett vor : Die Kinder spielen zusammen. Sie teilen ihr Spielzeug . Man teilt sich ab und an das Kinderhüten. Und die Hausarbeit….

Man teilt allerdings auch die Privatsphäre, unliebsame Charakterschwächen oder was man dafür hält. Tür zu – kann man mit jüngeren Kindern vergessen. Und man sollte es nicht glauben: auch Kinder können sich nicht leiden und das auch dauerhaft. Hier ein Baby und dort ein randalierendes, lautes Halbstarkes – das kann z.B. zu dauerhaften Konflikten führen. Auch der Erziehungsstil kann grandios voneinander abweichen: die Eine legt Wert auf freie Entfaltung, die Andere mehr auf Rücksichtnahme; die eine ist höchst empfindlich was Lärm und Unordnung betrifft, der Anderen ist es egal. Genauso gibt es insich gekehrte Kinder und Offensive. Wo man Entspannung und Miteinander erhofft hatte, trifft man am Ende vielleicht auf Argwohn, Chaos und permanentes „Kinder-Sortieren“.

Dass man sich schon „ne Weile kennt“ und „feste Absprachen“ hat ergibt nicht gleichzeitig eine fundierte Basis für das Alltagsgeschäft. Troubel gibt es mit Kindern immer, egal in welchem Alter.

Ausprobieren, ob es klappt, kann man wenig authetisch. Deshalb muss man wissen: eine WG mit Kind ist immer ein Abendteuer, eine Herausforderung, und das einzige Messinstrument im Vorfeld ist: die Konfliktfähigkeit, die Toleranzfähigkeit, die Teamfähigkeit der Erwachsenen. Eine WG ist eine Gemeinschaft, eine Kommune innerhalb eines Wohnraumes. Man muss sorgfältig prüfen, ob der oder die, mit der man zusammenziehen will, den Gemeinschaftsgedanken und das Gemeinschaftsgefühl über individuelle Ambitionen zu stellen fähig ist, also eine ganze Menge an Emphatie mitbringt UND an Pragmatismus. Und: ob man diese Eigenschaften selber hat !

Das braucht schon ne Menge psychologisches Feingefühl.

Wenn man schon im Vorfeld Aversionen empfindet, egal wie gering und diese nicht ausgeräumt werden können, kann man zwar einen Versuch starten, muss aber damit rechnen, dass er scheitert. Was ist also der Plan „B“ ?  Diesen sollte man in jedem Falle im Hinterstübchen behalten.

Wichtig ist: jede Person muss ein Zimmer für sich haben, aber auch darauf gefasst sein, dass Kinder „vorbei schauen“ und umgekehrt. Und: auch für Kinder kann eine WG-Situation anstrengend sein. Psychisch und physisch. Ist das Kind dafür stabil genug ? Ist es selbstbewusst und offen ? Ist es denn auch ein „gemeinschaftlicher Typ“ ? Kann es teilen, zurückstecken ?

verschiedene Formen der Wohngemeinschaft: innerhalb einer Wohnung oder Etage mit zwei oder mehr Mietparteien und innerhalb eines Hausprojektes in Form von getrennten Wohnungen mit Gemeinschaftsfläche, dann noch Wagenplätze, am Standtrand auch Kommunen und auch recht offene Häuser, wo die Leute mehr oder weniger an jedem Platz zuhause sind.

Abgesehen davon, dass diese Wohnformen, auch in Berlin, rar sind, was einen schnellen Einzug betrifft, sollte man überlegen, ob man selbst dafür geeignet ist- und sein Kind. Dann kommt noch hinzu: meist wird eine Person mit einem Kind gesucht. Und was das Wohnprojekt betrifft, kommt es auf die Größe der freien Wohnung an. Da haben auch die Wohnprojekte genaue Vorstellungen davon, wen und wieviele und von welchem Geschlecht sie da einziehen lassen wollen. Und es soll auch Wohnprojekte geben, die eine finanzielle Einlage fordern 😉 z.B. Genossenschaften. Hausprojekte müssen ja oft auch Kredite zurückbezahlen.

Hier kommt man zum nächsten Punkt: Wenn man vorhat irgendwo einzuziehen:

Gehe keine Untermietverträge ein wenn Du mit Kind in eine WG einziehst ! Das solltest Du nur im allergrößten Notfall tun. Es entsteht hier ein Abhängigkeitsverhältnis und Du wirst Dich in einer Situation wiederfinden, wo Du Dich anpassen musst oder ständig das Gefühl hast Dich anpassen zu müssen, ergo auch das Kind oder die Kinder. Der Hauptmieter kann jederzeit seine Meinung ändern und Du musst Dich wieder auf die Suche begeben.

Wenn “ WG “         –     dann mit gemeinsamem Hauptmietvertrag !

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