Wie es ist

Frauen erhalten in denselben Berufen geringeren Lohn ( durchschn. 23 % ), sie arbeiten in weniger „prestigeträchtigen“ Jobs mit geringem Stundenlohn,  in sogenannten A-Typischen Beschäftigungsverhältnissen- , sie sind von Lohndumping und Lohnausfällen betroffen; Dreiviertel aller Zweitjobber sind Frauen.

 Alleinerziehende sind häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, dem Arbeitsmarkt sind sie nicht flexibel und belastbar genug. Wenn sie in Lohn und Brot sind, arbeiten sie jedoch wesentlich häufiger in Vollzeit und wenn es nicht reicht, dann auch am Wochenende.  Diese Informationen kann man dem Mikrozensus entnehmen.

Die Zahl der Alleinerziehenden steigt stetig, die der Trennungen, die der Haushalte. Berlin ist sowohl die Hauptstadt der Singels, als auch der Alleinerziehenden. 93 % der AE sind Frauen. Die Zahl der AE Väter nimmt hingegen ab und diese betreuen häufiger ältere, schon selbstständigere Kinder. AE Frauen kämpfen mit unregelmäßigen oder gar keinen Unterhaltszahlung für die Kinder. ( mehr als die Hälfte zahlt prekär, in Berlin noch mehr )

AE sind verpflichtet nach dem 3. Lebensjahr des Kindes in Vollzeit zu arbeiten, sie haben keinen Anspruch mehr auf Unterhaltszahlungen des Ex; gleichzeitig ist der Ex keinesfalls zur Betreuung seiner Kinder verpflichtet. Er kann sich auch noch einen Zweitjob nehmen, die AE muss sehen, wie sie die Kinderbetreuung geregelt bekommt und bezahlt und wie sie zu Erholungsphasen kommt. Sie ist vor Gericht allein verantwortlich für das Kindeswohl, trotz gemeinsamen Sorgerechtes.

Frauen sind von Gewalt betroffen und sie sind es, die eine Wohnung suchen müssen, weil der Gewalttäter es nicht tut !

Ein Drittel hängt vollständig am Tropf der Jobcenter und damit im Netz der „Ausführungsvorschriften“, auch im Bereich Wohnen.

Sie können wenig bis garnichts ansparen. Kautionen, Umzugskosten, Renovierungskosten … woher nehmen ?

Alleinerziehende benötigen größeren Wohnraum, teureren Wohnraum bei gleichzeitig niedrigeren und unsichereren Einkommen. Die AV Wohnen ist seit Jahren den realen Mietkostenverhältnissen nicht angepasst worden. Selbst wenn sie auf einen Raum verzichten würden, heißt es, das wäre  „Überbelegung“. Für Vermieter gilt meist die Regel, dass die Mietkosten nur ein Drittel des Einkommens ausmachen dürfen.

– Durch die Gentrifizierung geraten auch Alleinerziehende und ihre Kinder in Wohnungsnot. Sie finden kaum mehr bezahlbaren oder genehmigten Wohnraum. In ihrer Not nehmen Frauen Wohnungen die gefährliche Mängel aufweisen. Die Renovierungskosten sind hier hoch. Auch die Mieten der Wohnungsbaugesellschaften steigen jährlich, Einkommen und Mietkostensätze der Jobcenter aber nicht.

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