Warnung vor Wohnungsnot

Veröffentlicht: Juni 22, 2012 in Home

http://www.neues-deutschland.de/artikel/230050.warnung-vor-wohnungsnot.html?sstr=keine|rendite|mit|der|miete

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/sanierungskosten-vermieter-sorgen-sich-um-mieter,10809148,16416418.html

Senator gegen Mietsubventionen

Veröffentlicht: Mai 28, 2012 in Home, Publikationen

von Sozialwohnungen. ( Meldung vom 26.5.2012 )

Wir fragen uns welche Sozialwohnungen Herr Müller meint. Wenn Wohnungen nur dadurch Sozialwohnungen bleiben oder werden, wenn die Vermieter Steuergelder erhalten, um einen angeblich Nachteil auszugleichen, der erst durch das Beäugen einer spekulativen Differenz „entsteht“ und nicht etwa durch festgezurrte Sozialgesetze, die sich aus dem natürlichen Verständnis ergeben: ( diese ) Wohnungen sind keine Ware, ( dieser ) Wohnraum ist eine existenzielle Notwendigkeit, ( dieser ) Wohnraum darf nicht gehandelt werden, dann ist es unverständlich warum Herr Müller das Wort „Sozialwohnungen“ überhaupt verwendet.

Eine Sozialwohnung definiert sich für den gesunden Menschenverstand dadurch, daß sie für Mieter, die auf dem freien Wohnungsmarkt Chancen gegen null haben, mietbar und erhaltbar ist; Sozialwohnungen sind eine gesellschaftliche Notwendigkeit ( allerdings nur aus dem Grund, weil die Politik nicht willens ist private Vermieter in die Schranken zu weisen ). Sozialwohnungen sind eine notwendige Sicherheitsleistung, solange es gestattet ist Wohnraum als Ware zu handeln.

Wenn Müller meint, das Stuttgarter Modell funktioniere nicht in Berlin, weil die dort auf regulär 90 % der ortsüblichen Vergleichsmiete gesenkten Kosten der „Sozialwohnungen“ immer noch höher als die Berliner sind, dann überkommt einen nur das nackte Grauen, denn das heißt, dass Müller die Berliner Einkommensverhältnisse nicht kennt, inkl. der Anzahl der AlleinverdienerInnen, der Arbeitslosen, der Alleinerziehenden, der Aufstocker, der Rentner in Grundsicherung, der prekär Beschäftigten, der „Scheinselbstständigen“.

Und da wären wir mal wieder bei dem Satz: „Es gibt keine Wohnungsnot“, abgelöst von dem Satz: „Der Stadtrand ist nicht Sibirien“,  jetzt abgelöst von dem Satz: “ Berlin hat doch vergleichbar hohe Einkommen, wir brauchen keine „Sozialwohnungen“ im Belegrecht und außerdem haben wir ja noch den städtischen Bestand.“

Da hat er wohl die Warnung der BuBB auch nicht gelesen.

Der Bezirksbürgermeister von Lichtenberg bezieht sich in seiner Rede zum neuen „Bündnis für Wohnen“ ( Mai 2012 )auf das Quartier 216, das zu Jahresbeginn medial und politisch allseits gelobt wurde. Wollten doch die Investoren zu diesem Zeitpunkt “ günstige Ware ( sic !) in verlässlicher Qualität ohne Schnickschnack insbesondere Studenten und Auszubildende mit einem Einkommen unter 1000 Euro sowie alleinstehende Sozialhilfeempfänger anbieten“. Bereits im April überlegten sie es sich anders: „Als jedoch am 1. April für die im Herbst bezugsfertigen Wohnungen die Vermietung startete, wurden plötzlich Warmmieten von 11,80 bis 14,10 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, dazu wird mit hochwertigen Bodenbelägen und Badezimmern geworben. “ ( Berliner Mietermagazin )

Auf die Aushöhlung des Sozialstaats

Veröffentlicht: April 24, 2012 in Home, Publikationen

folgt die Spaltung der Gesellschaft. Das zeigt sich besonders deutlich beim Kampf um Wohnraum.

Wenn die Wohnungen ebenso wie Waschmaschinen, Weinregale und Würstchen als Waren be- und gehandelt werden, können Menschen ohne oder mit geringem Einkommen auf dem entsprechenden Markt nicht mithalten. Seit geraumer Zeit wird Arbeit (für die Unternehmer) immer billiger, Wohnraum (für die Niedriglöhner) immer teurer. Während die Reallöhne sinken, steigen die Mieten – jedenfalls in den Ballungszentren. Die sich zuspitzenden Probleme auf manchen lokalen Wohnungsmärkten erwachsen aus dem heutigen Finanzmarktkapitalismus, dessen Hauptakteure das Immobiliengeschäft erobert haben.

„Neue“ WBS-Info !

Veröffentlicht: April 21, 2012 in Home, Publikationen

Ab 1. Mai wird die WBS-Pflicht für ein paar Zehntausend Wohnungen wieder eingeführt,

damit führt man für diese die Belegungsbindung wieder ein.

Härtefalleinträge ( früher Dringlichkeit ) bei den Bezirksämtern/Wohnamt erfragen !

Die Einkommensgrenzen wurden nicht gesenkt.

Die Lage ist weiter unübersichtlich: wo, wieviele, bezahlbar ?

Auf Überlastung der Bezirksämter, 15 Seiten-Formulare, Wartelisten einstellen !

Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften DIREKT nach WBS- Wohnraum im individuell fianzierbaren Rahmen fragen !

Wohnungsämter vermitteln keinen Wohnraum.

http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/mmo/mietermagazin-0412.pdf#page=19&pagemode=bookmarks

 

 

Betroffene sehen allerdings auch keine Rechtssicherheit von Sozialklauseln bei Drittverkäufen und keine besiegelte  Garantie für die Aufrichtigkeit und Umsetzbarkeit der Angaben der Käufer, zumal auf ihre längerfristigen Absichten und Bonität bezogen ( “ Ein Erwerber müsse außerdem nachweisen, dass er langfristig die Wohnungen erhalten und die Objekte weiterentwickeln wolle“  – wie soll die Firma das denn „nachweisen“ ? Konzepte sind kein Nachweis. Und Zahlen kann man schönfärben ) ; es gibt massenhaft Beispiele, daß dies in der Vergangenheit bei Wohnungsverkäufen aus Staatsbesitz oder Landesbesitz nicht funktioniert hat. Die Häuser werden weiterverkauft, dem Verfall überlassen oder zwangsversteigert. Auch bei Verkäufen aus dem Liegenschaftsfond, z.b.  soziale Einrichtungen wie Statthaus Böcklerpark, wo Klauseln vereinbahrt werden, kommt es regelmäßig zum Gau.

„Auch hätten Union und FDP sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, den staatlichen Besitz an Unternehmen so weit wie möglich zu reduzieren.“

Danke. Privatisiert alles. Verschenkt Steuergelder. Höhlt die Grundrechte aus.

Der Verkauf der 11.500 Wohnungen im Besitz der staatseigenen Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG)

Wohnlageneinordnung

Veröffentlicht: April 16, 2012 in Home, Publikationen

versuchen zu ändern:

Eine kleine Möglichkeit, auf die anzurechnende Miethöhe Einfluss zu
nehmen, ist die Wohnlageneinordnung. Je nach dem, ob die Adresse als
einfache, mittlere oder gehobene Wohnlage gilt, werden entsprechend
niedrigere oder höhere Werte aus dem Mietspiegel herangezogen.

Bis zum 27. April können noch Anträge auf Änderung der
Wohnlageneinordnung an die Senatsverwaltung geschickt werden. Die
entsprechenden Adressen sollen dann überprüft und neu beurteilt werden.
Habe schon von Fällen gehört, bei denen eine nachvollziehbare
Argumentation zu einer Herabstufung geführt hat. Aber: Auch Vermieter
können Anträge einreichen und so versuchen, Höherstufungen zu erreichen.

Welche Wohnlageneinordnung gilt zur Zeit?
– zur Orientierung gibt es die Wohnlagenkarte
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/de/wohnlagenkarte.shtml
– zur genauen Klärung das Straßenverzeichnis
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/de/download/Strassenverzeichnis2011.pdf

zum Thema Änderung der Wohnlageneinordnung:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/de/wohnlagenaenderung/

Das pdf-Formular kann auch am Computer ausgefüllt und per Email versandt
werden.

PS: Im Geoportal der Senatsverwaltung kann (unter Karten, Pläne, Daten)
auch die Veränderung der Wohnlageneinstufung seit 2003 nachgesehen
werden.

( aus: Mietenstoppblog )