Archiv für April, 2012

Auf die Aushöhlung des Sozialstaats

Veröffentlicht: April 24, 2012 in Home, Publikationen

folgt die Spaltung der Gesellschaft. Das zeigt sich besonders deutlich beim Kampf um Wohnraum.

Wenn die Wohnungen ebenso wie Waschmaschinen, Weinregale und Würstchen als Waren be- und gehandelt werden, können Menschen ohne oder mit geringem Einkommen auf dem entsprechenden Markt nicht mithalten. Seit geraumer Zeit wird Arbeit (für die Unternehmer) immer billiger, Wohnraum (für die Niedriglöhner) immer teurer. Während die Reallöhne sinken, steigen die Mieten – jedenfalls in den Ballungszentren. Die sich zuspitzenden Probleme auf manchen lokalen Wohnungsmärkten erwachsen aus dem heutigen Finanzmarktkapitalismus, dessen Hauptakteure das Immobiliengeschäft erobert haben.

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„Neue“ WBS-Info !

Veröffentlicht: April 21, 2012 in Home, Publikationen

Ab 1. Mai wird die WBS-Pflicht für ein paar Zehntausend Wohnungen wieder eingeführt,

damit führt man für diese die Belegungsbindung wieder ein.

Härtefalleinträge ( früher Dringlichkeit ) bei den Bezirksämtern/Wohnamt erfragen !

Die Einkommensgrenzen wurden nicht gesenkt.

Die Lage ist weiter unübersichtlich: wo, wieviele, bezahlbar ?

Auf Überlastung der Bezirksämter, 15 Seiten-Formulare, Wartelisten einstellen !

Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften DIREKT nach WBS- Wohnraum im individuell fianzierbaren Rahmen fragen !

Wohnungsämter vermitteln keinen Wohnraum.

http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/mmo/mietermagazin-0412.pdf#page=19&pagemode=bookmarks

 

 

Betroffene sehen allerdings auch keine Rechtssicherheit von Sozialklauseln bei Drittverkäufen und keine besiegelte  Garantie für die Aufrichtigkeit und Umsetzbarkeit der Angaben der Käufer, zumal auf ihre längerfristigen Absichten und Bonität bezogen ( “ Ein Erwerber müsse außerdem nachweisen, dass er langfristig die Wohnungen erhalten und die Objekte weiterentwickeln wolle“  – wie soll die Firma das denn „nachweisen“ ? Konzepte sind kein Nachweis. Und Zahlen kann man schönfärben ) ; es gibt massenhaft Beispiele, daß dies in der Vergangenheit bei Wohnungsverkäufen aus Staatsbesitz oder Landesbesitz nicht funktioniert hat. Die Häuser werden weiterverkauft, dem Verfall überlassen oder zwangsversteigert. Auch bei Verkäufen aus dem Liegenschaftsfond, z.b.  soziale Einrichtungen wie Statthaus Böcklerpark, wo Klauseln vereinbahrt werden, kommt es regelmäßig zum Gau.

„Auch hätten Union und FDP sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, den staatlichen Besitz an Unternehmen so weit wie möglich zu reduzieren.“

Danke. Privatisiert alles. Verschenkt Steuergelder. Höhlt die Grundrechte aus.

Der Verkauf der 11.500 Wohnungen im Besitz der staatseigenen Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG)

Wohnlageneinordnung

Veröffentlicht: April 16, 2012 in Home, Publikationen

versuchen zu ändern:

Eine kleine Möglichkeit, auf die anzurechnende Miethöhe Einfluss zu
nehmen, ist die Wohnlageneinordnung. Je nach dem, ob die Adresse als
einfache, mittlere oder gehobene Wohnlage gilt, werden entsprechend
niedrigere oder höhere Werte aus dem Mietspiegel herangezogen.

Bis zum 27. April können noch Anträge auf Änderung der
Wohnlageneinordnung an die Senatsverwaltung geschickt werden. Die
entsprechenden Adressen sollen dann überprüft und neu beurteilt werden.
Habe schon von Fällen gehört, bei denen eine nachvollziehbare
Argumentation zu einer Herabstufung geführt hat. Aber: Auch Vermieter
können Anträge einreichen und so versuchen, Höherstufungen zu erreichen.

Welche Wohnlageneinordnung gilt zur Zeit?
– zur Orientierung gibt es die Wohnlagenkarte
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/de/wohnlagenkarte.shtml
– zur genauen Klärung das Straßenverzeichnis
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/de/download/Strassenverzeichnis2011.pdf

zum Thema Änderung der Wohnlageneinordnung:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/de/wohnlagenaenderung/

Das pdf-Formular kann auch am Computer ausgefüllt und per Email versandt
werden.

PS: Im Geoportal der Senatsverwaltung kann (unter Karten, Pläne, Daten)
auch die Veränderung der Wohnlageneinstufung seit 2003 nachgesehen
werden.

( aus: Mietenstoppblog )

Umwandlung

Veröffentlicht: April 16, 2012 in Home, Publikationen

in Eigentumswohnungen:

1. Stelle: Pankow: 12 906 Wohnungen

2. Friedrichshain-Kreuzberg: 9645 Wohnungen

3. Charlottenburg-Wilmersdorf: 8965 Wohnungen

zw. 2001 und 2011

Mahnwelle

Veröffentlicht: April 16, 2012 in Home, Publikationen

der Jobcenter zur Senkung der Wohnkosten nimmt wieder Fahrt auf. Hunderte „Sozialwohnungen“ fallen aus dem Belegungsrecht. Kaum noch freier Wohnraum im unteren Sektor. Knapper Wohnraum im Mittleren. Massenhafte Bedrängung der Mieter durch Umwandlung, Aufwertung, Mieterhöhungen, Modernisierungen. Private suchen nach gesetzlichen Schlupflöchern um Kündigungen durchzusetzen, auch mit kriminellen Mitteln. Chancen,- und Mittelloselose sitzen in ihren Wohnungen fest. Ein Viertel aller arbeitslos werdender fällt sofort in Harz4. Nebenkostennachforderungen bei Überschreitung der AV Wohnen werden nicht mehr übernommen. Luxusanlagen inmitten von “ sozial schwachen“ Quartieren. Mieterhöhungen im Umfeld durch Neuvermietungen im Eigentumswohnungsbau. Kündigungen wegen Eigenbedarfs. Und die rechtswidrige Praxis der Schufa wird weiter toleriert, obwohl bekannt.

Von Verdrängung und Wohnungslosigkeit auch bedroht und bedroffen: Kinder, Rentner, Kranke, Frauen aus Gewaltbeziehungen, flüchtende MigrantInnen…

Wowereit spaziert seelenruhig in der Oranienstraße; Parteifreunde argwöhnen, daß Einbruch und Farbbeutelattacke bei Müller auf Kosten seiner Fraktionsgegner gehen.

Entwicklung der verfügbaren Einkommen

Veröffentlicht: April 16, 2012 in Home, Publikationen

in Dt. 2010 gg. 2000

Einkommensgruppen:

unterstes Zehntel :    minus 10, 3 %

2. Zehntel :                   minus 9, 2 %

3.                                      minus  5, 7 %

4.                                      minus   2, 9 %

5.                                      minus   1,0 %

oberstes Zehntel :     plus       15, 5 %

9.                                      plus          2, 0 %

8.                                      plus          1,3 %

7.                                     plus           1, 2 %

6.                                     plus            1, 1 %

GSEPS / DIW Berlin